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 DIE AUSRÜSTUNG
Kettenhemden
Tonnenrock/Brigantine
Helm

HELM
 

In unserer Gruppe finden sich auch die verschiedensten Helme wieder.

Helme dienen vor allem als Schutz vor Schlägen mit dem Schwert. Unter einem Helm trug der Ritter meist eine Posterhaube. Diese sollte die Wucht von Schlägen mindern, welchen der Kopf ausgesetzt war.

Je nach Art des Helmes (Eisenhut oder Schaller) trugen Ritter auch sogenannte Kettenhauben unter dem Helm, um somit zu gewährleisten, dass auch Nacken und Halsschlagader zu einem guten Teil vor Schnitten mit dem Schwert sicher waren.

Hier nun ein paar Informationen zu Helmen:

Eisenhut:

Der Eisenhut war ein im Hochmittelalter entstandener, schlichter Helmtypus in der Form eines Hutes mit Krempe.
Der Eisenhut kam wahrscheinlich im 11. Jahrhundert in Byzanz auf und war zum Teil auch von annähernd konischer Form. Die Helmglocke war komplett von einer breiten, teilweise nach unten gebogenen Krempe umgeben. Der Eisenhut schränkte Sicht und Atmung nicht ein und bot Schutz gegen von oben ausgeführte Angriffe (z. B. gegen Säbelhiebe von Reitern oder Wurfgeschosse von Verteidigern einer Festung).
Dieser Helmtypus war vor allem beim einfachen Fußvolk beliebt, doch trugen gelegentlich auch Ritter unter Bedingungen wie Hitze einen Eisenhut, manchmal ergänzten sie ihn auch um einen am Brustpanzer befestigten Kinnschutz (Bart). In der Mitte des 15. Jahrhunderts entwickelte man aus dem Eisenhut die Schaller, indem man die Krempe auf der einen Seite zu einem Nackenschirm verlängerte und sie auf der anderen Seite stark verkürzte. Der Eisenhut war während des gesamten Hoch- und Spätmittelalters in ganz Europa gebräuchlich, bis im 16. Jahrhundert Helmarten wie der Morion und der Cabasset aus ihm entstanden und ihn verdrängten. Im 17. Jahrhundert kamen Eisenhüte auf, bei denen es sich um Nachbildungen von Hüten der damaligen Zivilmode handelte.

Brillenhelm:

Der Brillenhelm oder Vendelhelm, auch Nordischer Kammhelm genannt, ist eine Helmform des europäischen Frühmittelalters. Der Brillenhelm taucht etwas nach den Spangenhelmen auf und war in der Vendelzeit vom ausgehenden 6. bis zum frühen 8. Jahrhundert in Nordeuropa und auf den Britischen Inseln gebräuchlich.
Das Grundgerüst des Brillenhelms besteht aus drei miteinander vernieteten Eisenbändern, die jeweils einen Strinreif, ein Scheitelband und ein Band von Ohr zu Ohr bilden. Daran ist ein Gesichtsschutz und manchmal Wangenklappen, sowie ein Hals- oder Nackenschirm aus Kettengeflecht beziehungsweise Eisenblech angebracht. Die Zwischenräume zwischen den Eisenbändern sind mit Eisenplatten ausgefüllt. Besetzt sind die Helme mit einem Kamm und charakteristischen Augenbogenbeschlägen, die jeweils in Tierköpfen enden. Die gesamte Oberfläche des Helms ist darüber hinaus mit Pressbelech oder Bronze verkleidet.